Stimmen HörerIn

Seit ich aber in einem Rundbrief des Netzwerks Stimmenhören e. V.Unser kleines Stimmenhörer Journal“ eine Zusammenstellung von Ideen von Prof.Dr.Dr.Marius Romme entdeckte, verteile ich seine alternativen Anregungen zum derzeitigen Schizophrenie-konzept.  Besonders bei Tagungen lege ich sie auch jeder meiner Geschenkpublikationen bei, welche ich an die Bevölkerung und an professionell Tätige verschenke und versende. Herr Prof.Dr.Dr. Romme ist der Gründer der heute bereits internationalen Bewegung für Stimmen hörende Menschen „Intervoice“.

Wenn Sie aber selber Menschen kennen lernen oder sogar begleiten möchten, die Ihnen vertrauensvoll von ihrem Erleben erzählen, kann ich Ihnen den kurzgefassten Ratgeber für StimmenhörerInnen des Deutschen Netzwerkes empfehlen.

Inzwischen stehe ich mit meinen Erfahrungen und meinem ganzem Einsatz hinter den Forschungsergebnissen der Bewegung für StimmenhörerInnen, da sich „Intervoice“ dieser sehr vielfältigen Erfahrung unvoreingenommen annimmt. Noch bevor ich die Fortbildungen des Linzer Projekts „Intervoice OÖ“ bei „Exitsozial“ schätzen lernte, halfen mir die Gespräche mit der Stimme Adonis mich selbst besser zu verstehen, obwohl ich mich auch oft von ihm abgrenzen musste. Und nicht zuletzt war er der „missing link“ zu meiner nervlichen Überbelastung 1982. In Workshops zum Thema Stimmenhören ist er auch heute an meiner Seite, und regt mich an ihm Stimme zu geben, wenn er es für notwendig hält.

Ich hoffe sehr, dass das psychiatrische System vieler Länder sich durch die StimmenhörerInnen Bewegung befruchten lässt und besonders auch die „Gesprächsarmut“ über das biblische Stimmenhör-Phänomen überwinden kann. Da aber in Akutsituationen ruhige Gespräche nicht immer möglich sind, wären auch beruhigende Medikamente oder niedere Dosierungen derselben – nach einer zumindest versuchten Aufklärung – nicht abzulehnen. Leider aber habe ich meine durch eine zornige Selbstmordäußerung ausgelöste Zwangseinweisung 1999 nicht so aufklärend erlebt.

Das Zwang die Behandlungswilligkeit nicht fördert erlebt man sicher auch in der Psychiatrie, und deshalb wurde dieses heiße Eisen wahrscheinlich auf der XVIII Tagung „Die subjektive Seite der Schizophrenie“ mit „Alternativen zum Zwang – Umgang mit Ausnahmesituationen und Krisen“ bereits in Angriff genommen.

Eine Erweiterung zu dieser Tagung schien mir eine Nachricht über eine „Unterschriften Aktion“ zu sein. Für diese Bemühungen könnten auch wir in Österreich ein deutliches Zeichen setzen!

Das „Hearing Voices Network England“ bezieht ebenfalls Position in seinem Statement zum
DSM 5 und psychiatrischen Diagnosen.

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