Vorurteile AD

IMMER NOCH werden  Diskussionen um Inklusion  erbittert gefűhrt.  Dabei gilt es genau hinzuschauen wie die Gründe im Einzelnen liegen.

Quellen unterschiedlicher Argumentationen  gibt es viele,  auf die FOLGENDEN ARTIKEL  weise ich hin.

Festzuhalten bitte ich dass Inklusion auch eine Veränderung von Werten und Haltungen erfordert  die von den kleinen Revolutionen im Denken lebt,  deshalb schließe ich meinen offenen Brief an.

Asmus Finzen , Trialog Peine

Aber wie steht es mit den Vorurteilen, der Diskriminierung und der Stigmatisierung psychisch kranker Menschen? Sie zu überwinden oder doch wenigstens zu mildern, war von Anfang an auch ein Ziel der Psychiatriereform. Wer damals dabei gewesen ist, meint einen Wandel zum Besseren zu verspüren. Aber trifft das zu?(…)

Das Modellprojekt  „Verrückt na und“ möchte mit Workshops besonders mit Schülern Vorurteile abbauen.   Mehr  hier

Drei Schritte:
I. Wachmachen für seelische Gesundheit und Wohlbefinden: Das Team knüpft an den Lebenserfahrungen der Schüler an und ermuntert sie, sich mit ihren Erfahrungen, Fragen und Vorstellungen zum Thema einzubringen und auseinanderzusetzen.
II. Von Glück und Krisen: Schüler beschäftigen sich mit Themen wie z.B. „Sich zu helfen wissen“,  „Neue Medien: Nützlich für die Seele?“, „Wie Körper und Seele zusammenhängen?“
III. Gesprächsrunde mit den persönlichen Experten, die ihre Lebenserfahrungen mit den Schülern teilen: Es geht um Warnsignale, Bewältigungsstrategien, gesundheitsförderndes Verhalten, Beratungs- und Hilfsangebote, Mut und Zuversicht. (…)

Und ein offener Brief zu Antistigmaarbeit

Alle reden über Inklusion, doch an den Taten erkennt man sie………

Inklusion wirklich zu leben ist was anderes als darüber zu philosophieren. Es zu leben bedeutet auch eigene Formen von Stigma zu erkennen. In Anlehnung an die Bürgerrechtsbewegung „Colored People“ vertrete ich den Ansatz das jeder Mensch Schulungen und Aufklärungsarbeit im Bereich „Antistigma- und Antidiskriminierungsarbeit“ nötig hat.

Stigmatisierung und versteckte Diskriminierung gibt es sowohl in konservativen, als auch in progressiven und linksorintierten Parteien ebenso wie in der „Behinderten-Bewegung“ selbst. Es gibt sie bei Arbeitgebern, staatlichen Institutionen und im Alltag.

Es gibt keinen, der sagen kann: „wir sind die Guten!“

Daraus leite ich für mich ab:

Ich muss keinem beweisen, dass ich überhaupt ein Mensch bin, damit ich teilhaben darf. Teilhabe ist Menschenrecht. Ich bin Mensch und die Menschenrechte stehen mir zu. Sozialen Gruppen, Verbänden und Vereinigungen, in denen schon rein sprachliche Stigmatisierungen vorkommen wie „geisteskrank“ oder „irre“ mangelt es daher am notwendigen Bewusstsein, überhaupt inklusiv zu arbeiten. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber allein das Schweigen oder Toleranz solcher Bemerkungen und Kommenater kann von stigmatisierenden Personen als Zustimmung gedeutet werden.

Genau das erlebe ich seit Jahren in Bonn, Deutschland und überall in Europa und das kritisiere ich seit Jahren.

Wer sich „inklusiv“ auf die Fahnen schreibt, muss noch lange nicht inklusiv denken, dazu gehört eine Bewusstseinserweiterung ohne Gleichen. Nicht die Menschen mit Behinderungen müssen sich beweisen, sondern jene, die glauben „normal“ zu sein. Niemand hat das Recht andere Menschen in seinem Wert zu mindern oder aufgrund einer psychischen Einschränkung oder Behinderung als „geisteskrank“ oder „minderwertig“ einzustufen oder zu beschimpfen.

Die Stigmatisierung funktioniert so:

😍 😦 😒 😒 😠 😬 😴 😇😇 🙋

Schnell ist der Mensch mit Behinderung oder psychischer Einschränkung in der Lage, sich erklären zu müssen, weil er ja nicht normal ist.

ALLE MENSCHEN, auch jene, die mit Menschen mit Behinderungen oder psychischen Einschränkungen arbeiten, und die Betroffenen selbst, müssen sich der eigenen Stigmatisierungsstrategien bewusst werden.

Lasst uns mit 2017 ein Jahr der Antistigmaarbeit einleiten……

Gruß und aufrichtige Wünsche dass die Augen sich öffnen mögen

Sandra Errami, die Inklusionbotschafterin für Bonn

 

 

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