Schizophrenie, Phänomen oder Irrtum

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Deine Mutter leidet, seitdem sie 21 ist, an Schizophrenie. Wie würdest du das in deinen eigenen Worten beschreiben?

„Ich würde Schizophrenie als erhöhte Sensibilität für die Welt beschreiben. Sie ist komplex und hat eine positive und eine negative Symptomatik. Die positive umfasst die psychotischen Schübe und schlaflosen Zeiten innerhalb der Manie. Als negative Symptome bezeichnet man beispielsweise Gefühlsverflachung, Antriebsschwäche. Ausgangspunkt der medizinischen Definition ist ein gestörter Stoffwechsel im Gehirn, der ein Ungleichgewicht erzeugt und die Informationsverarbeitung stört. Die Entstehung der Krankheit ist noch nicht erforscht, ebenso besteht noch Entwicklungspotential in der Behandlung. Bisher sind Neuroleptika im Einsatz, die sehr starke Nebenwirkungen haben, die sogar den Symptomen der Krankheit nahekommen. Diese Mittel unterdrücken die Reizübertragungsprozesse auf einer breiten Ebene und schalten viele weitere Prozesse, die vielleicht gar nichts mit dem Krankheitsbild zu tun haben, gleich mit ab. Zum Glück rückt Psychotherapie mehr und mehr auf den Behandlungsplan, das war lange Zeit nicht der Fall.“(…)

http://theconversation.com/the-concept-of-schizophrenia-is-coming-to-an-end-heres-why-82775

Part of the problem turns out to be the concept of schizophrenia itself.

Arguments that schizophrenia is a distinct disease have been “fatally undermined”. Just as we now have the concept of autism spectrum disorder, psychosis (typically characterised by distressing hallucinations, delusions, and confused thoughts) is also argued to exist along a continuum and in degrees. Schizophrenia is the severe end of a spectrum or continuum of experiences.

Jim van Os, a professor of psychiatry at Maastricht University, has argued that we cannot shift to this new way of thinking without changing our language. As such, he proposes the term schizophrenia “should be abolished”. In its place, he suggests the concept of a psychosis spectrum disorder.

Another problem is that schizophrenia is portrayed as a “hopeless chronic brain disease”. As a result, some people given this diagnosis, and some parents, have been told cancer would have been preferable, as it would be easier to cure. Yet this view of schizophrenia is only possible by excluding people who do have positive outcomes. For example, some who recover are effectively told that “it mustn’t have been schizophrenia after all”.(…)

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